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Der Prozess

Der Prozess ist ein wesentlicher Teil des Werkes. Er ist der Dialog zwischen Künstler und Kunst.
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Meine Werke  entstehen nicht aus einem fertigen Konzept heraus. Sie entwickeln sich Schritt für Schritt. Dabei werden Materialien und Farben aufgetragen, Flächen verändert, verdichtet, wieder geöffnet und manchmal auch bewusst zurückgenommen. So entsteht das Bild nicht nach einem starren Plan, sondern im Dialog zwischen Künstler und Werk. Was zunächst entsteht, kann sich im nächsten Moment wieder verändern.

Vom Gedanken zur Oberfläche​

Am Anfang steht ein Begriff – ein  Gedanke, ein Gefühl oder eine Qualität, die im späteren Bild spürbar werden soll. Wie dieser Gedanke sichtbar wird, entscheidet sich im Entstehungsprozess. Pigmente, Marmormehl, Acrylfarbe und Spachtelmasse werden Schicht für Schicht aufgetragen. Flächen werden aufgebaut, überarbeitet, teilweise wieder entfernt und neu verdichtet. Dabei entstehen Strukturen, die nicht vollständig planbar sind: Risse, Brüche, Verdichtungen, Übergänge und ruhige Flächen. Manche Bereiche wirken schwer und fast steinartig. Andere bleiben offen, leicht oder fragil. So bekommt jedes Werk seine eigene Geschichte.

Nichts wird künstlich perfekt gemacht.

Spuren dürfen sichtbar bleiben. Überlagerungen erzählen von vergangenen Schichten. Brüche und Unebenheiten gehören ebenso zum Bild wie ruhige, klare Flächen. Gerade diese Verbindung aus Kontrolle und Offenheit macht die Oberfläche lebendig.

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MATERIAL TRÄGT ERINNERUNG

Pigment, Struktur und Masse sind nicht einfach Mittel, um eine bestimmte Optik zu erzeugen. Sie bestimmen, wie sich ein Bild anfühlt. Eine verdichtete, schwere Oberfläche kann Ruhe, Tiefe oder Beständigkeit vermitteln. Eine offene Fläche kann Weite und Klarheit schaffen. Brüchige Strukturen können Spannung sichtbar machen.


Die Wirkung entsteht dabei nicht durch ein festgelegtes Symbol. Sie entsteht direkt in der Oberfläche – durch Farbe, Material, Licht, Gewicht, Temperatur und Struktur. Das Material reagiert auf den Prozess und der Prozess reagiert auf das Material. Dadurch entwickelt Jedes Bild seine eigene Sprache.

Jedes Werk bleibt einzigartig - der zugrunde liegende Gedanke kann derselbe sein – die Umsetzung bleibt immer individuell. Was am Ende an der Wand hängt, ist nicht nur das Ergebnis einer Idee. Jedes Kunstwerk  trägt Spuren seines eigenen Entstehens in sich.

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LICHTBLICKE & RESILIENZ

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​*Urheberrechtlicher Hinweis:
Das Konzept der „Ankerbilder©“  (haptische Strukturarbeit in Resonanz mit individueller Intention) sowie alle hier dargestellten Texte, Serienbezeichnungen (Spring Fragments, Summer Solids, Autumn Silence, Winter Icons) und künstlerischen Prozesse sind geistiges Eigentum von Anita Saldinger-Karger.  Eine gewerbliche Nutzung des Begriffs „Ankerbild©“ in diesem künstlerischen Kontext sowie die Vervielfältigung der Kurs- oder Prozessbeschreibungen ist ohne ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet.

 

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